Montag, 15. November 2010

Viel hilft viel???

Inzwischen bekommt unser Clyde seit fast einer Woche seine Medikamente und irgendwie hat sich noch nichts geändert an seiner "Trinksucht". Zutraulicher ist er geworden, das Greifen nimmt er einem nicht mehr übel und ist sogar soweit entspannt, dass er nebenbei an meinen Fingernägeln rumschnäbelt und an den Ohrringen zupft. Er verliert auch kein weiteres Gewicht aber er nimmt auch nicht wirklich zu, wie wir es gerne hätten.
Also dachte ich mir, googeln wir mal, wie lange das bei anderen Nymphies gedauert hat, ehe Medikamente für Leberschäden angeschlagen haben. Tja, und dann traf mich der Schlag: Loxicom ist eigentlich ein Schmerzmittel, was allerdings bei Funktionsstörungen der Leber oder Nieren NICHT eingenommen werden sollte! Und Baytril ist ein Antibiotikum... wo doch die Blutwerte angeblich keinen Infekt und keine Entzündung gezeigt hatte. Also hab ich mich heute mal mit der Praxis telefoniert und nachgefragt. Clyde bekommt das Schmerzmittel als Entzündungshemmer... okay, für welche Entzündung denn??? Er hat keine... Auf meine Ängste, dass das die Leber vielleicht noch zusätzlich schädigt, wurde leider nicht eingegangen. Aber der Hinweis, dass wir das Mittel eh nur 7-10 Tage geben sollen, der wurde dann noch nachgereicht. Okay, dann sind wir eh fast damit durch... aber irgendwie beunruhigt mich das alles sehr...

Wir werden dann auf Mariendistel umsteigen, das wird in sämtlichen Nymphensittich-Foren als das Non-Plus-Ultra-Medikament bei Leberschäden genannt und ist dazu noch rein pflanzlich. Kommt eigentlich aus der Humanmedizin, ist aber auch bei jedem Tier bedenkenlos anwendbar. Hoffen wir, dass es auch bei unserem kleinen Schreihals so gut wirkt und er bald wieder der Alte ist... Aber ich finde es irgendwie bedenklich, dass zwei Medikamente (nennen wir es auch Chemiekeulen) verordnet werden, die die Leber stark belasten statt sie zu stärken oder zu regenerieren und eigentlich für ganz andere Symptome gedacht sind. Viel hilft hier nicht viel, glaub ich zumindest...

Hier unser Puschel an der Sepiaschale, die er täglich mehrmals mit Eifer abknabbert und anschleckt:

4 Kommentare:

Uschi hat gesagt…

Ja, diese "ergiebigen" Auskünfte, die man häufig von den Ärzten bekommt....egal ob Mensch oder Tier...man weiss einfach nicht woran man ist.
Ihr betüddert Eure Kleinen ja sehr gut ob Bonnie "Eierlegeschwierigkeiten" hat oder Euren kranken Stackel.
Macht´s gut Ihr Vier.
Pusu ja hali,
MA

Tanja, Herbert + Kinna von Ducati hat gesagt…

Wow...ehrlich....ich wuerd den Tierarzt wechseln. Wenn man nicht man dem Menschen nicht vertrauen kann, dem man sein liebstes Federvieh anvertraut... nicht gut, gar nicht gut!
Die Daumen sind weiterhin gedrueckt!
VG aus OC California

Cheffe hat gesagt…

Tach,
Mariendistel ist gut und evtl. Artischocke auch. Hat dem großen Cheffe geholfen und wirkt bei dem kleinen Öster bestimmt auch. Ich drück' die Daumen.
Gruß
vom
Cheffe

Uschi hat gesagt…

Clydo sooo zutraulich, endlich der Fotobeweis o:))
Süüüss !!!!