Mittwoch, 10. November 2010

Leberschaden...

Nachdem wir gestern Abend fast eine Stunde im Gespräch mit Clydes Tierärztin waren, wissen wir nun zumindest, dass seine Leber nicht richtig zu funktionieren scheint. Zumindest sprechen drei Blutwerte für ein Leberproblem. Ganz sicher ist das aber leider auch nicht, da unser Hahn ein "völlig untypisches" Krankheitsbild aufweist. Unsere Tierärztin hat sich wirklich Mühe gegeben, dem Problem auf den Grund zu gehen... sie hat Stundenlang Fachbücher gewälzt, mit dem Labor Rüksprache gehalten und letztendlich sogar eine Vogelexpertin angerufen. Aber auch die kam zu der Annahme, dass es höchstwahrscheinlich die Leber ist. Um jetzt der Sache 100%ig auf den Grund zu gehen, müßten wir unseren kranken Hahn wieder in einen Transportkäfig packen, zur Vogelklinik fahren, wieder Blutabnahme und auch noch röntgen lassen. Tja, in seiner momentanen Verfassung hätten wir dann zwar eine Diagnose aber wahrscheinlich einen toten Nymphensittich, dem es ziemlich sch***egal wäre, was er hatte.
Unsere Tierärztin machte dann den Vorschlag, dass wir auf mit Medikamenten erstmal den schlechten Blutwerten auf den Leib rücken und pauschal mal auf Leberschaden therapieren. Sollte sich nach 3-4 Tagen keine Besserung einstellen, dann bleibt wohl nur die Vogelklinik. Wir bekamen insgesamt 4 Medikamente mit, wovon eines einfach auf das Futter gesprüht wird (Vitamin-Mix), ein Pulver (ebenfalls ins Futter) und zwei "schnabulös" zu verabreichende Flüssigkeiten. Oha, dachten wir, das kann lustig werden...
Zuhause hieß es dann also: Fang den Clyde! Aber eigentlich ging das recht gut, abgesehen von geschätzen 50 Bisswunden an meinen Fingern. Aber okay: wer geärgert wird, darf sich auch wehren. Die Ärztin hatte uns vorgewarnt, dass die Sittiche häufig das Medikament aus der Spritze nicht schlucken sondern ausspucken und dann wäre es kompliziert geworden. Aber unser Clyde ist halt anders als die anderen: er fand das scheinbar ganz toll! Kaum war die Spritze in Sicht fing er an daran rumzuknappern und die Medizin fand er sogar ganz lecker und hat sie bereitwillig (fast schon gierig) runtergeschluckt. Puuuh, waren wir erleichtert...
Nun heißt es abwarten, ob die Mittel anschlagen. Vielleicht will ich es mir einfach nur einreden, aber heute ist er eigentlich ganz gut drauf. Er ist sonst eher ein kleiner Morgemuffel aber heute gab's sogar schon ein Ständchen für seine Bonnie und er hat freiwillig schon gut gefressen. Er säuft immer noch wie ein Loch und genauso flüssig kommts auch wieder raus, aber wenn er zumindest wieder etwas zunehmen würde, dann wäre das schon ein großer Erfolg und Lichtblick.
Hier unser Puschel ganz tagesaktuell beim Schlafen. Schlafen ist die beste Medizin heißt es ja...

3 Kommentare:

Uschi hat gesagt…

So viele Medikamente für den kleinen Clydo !!!
Drück weiterhin die Daumen, dass sie die erhoffte Wirkung bringen.
Wie viele Pflaster hast Du nun an Deinen Fingern ? :o)
Pusu ja hali,
MA

Tanja, Herbert + Kinna von Ducati hat gesagt…

Die Daumen sind weiterhin feste gedrueckt!
Halt Dich aufrecht Clyde!
VG aus OC California

Cheffe hat gesagt…

Hey Clyde alter Bankräuber,

schön die Medikamente futtern, wieder fit werden und dann auf zu den nächsten Beutezügen.

Alles Gute!

Cheffe