Mittwoch, 10. Dezember 2014

Man ist nie zu alt...

...um verrückte Sachen zu sammeln...

Ich für meinen Teil bin seit meiner Kindheit mit dem Virus namens "Mein kleines Pony" infiziert.
1982 hab ich für 11,95 DM bei Kloppenburg mein erstes "Mein kleines Pony" (inzwischen läuft die 4. Generation als "My Little Pony - Friendship is Magic") gekauft, weiß ich noch wie heute. Es war Belly, schmuddel-mausgraublau mit lila Mähne und Sternen auf dem Po. Nur wenige Tage später folgte Bonny in rosa/lila und ja, ich hab sie beide noch:
Viele weitere folgten in den nächsten Jahren bis sich eine stolze Herde von 69 Stück angesammelt hatte...
Dann verschwanden die Ponies irgendwann auf dem Dachboden meiner Eltern, eingelagert in einem großen Müllsack und (fast) vergessen für die nächsten 20 Jahre.
2010 hab ich sie dann zu uns auf den Bauernhof geholt (wo gehören Ponies sonst auch hin?) und wollte sie eigentlich nur etwas schick machen und verkaufen... ja, und dann saß ich mit meinem Knöchelknacks so auf dem Bett, hab die gekämmt und dachte, dass die ja noch aussehen wie neu... eigentlich schade, so eine schöne Kindheitserinnerung zu verkaufen... würden sich auch gut im Regal machen, Platz genug haben wir ja...


Okay, inzwischen sind es sogar noch ein "paar" mehr geworden.Neben der 1. Generation aus den 80ern bin ich auch ein großer Freund der aktuellen 4. Generation, da die Zeichentrickserie herrlich verrückt ist. Wer ein rosa Pony auf Speed sehen will, der sollte sich Pinkie Pie anschauen... Okidokiloki!


Ich freue mich über jeden Neuzugang in der Herde, egal wie ramponiert das Pony ist. Vor allem ausländische Varianten haben es mir angetan... und da ichinzwischen den Dreh mit Spielzeugrestaurationen ganz gut raus hab, läßt sich da auch immer mal wieder ein Schnäppchen machen. Verfilzte Mähne wird mit Haarkur und dem Glätteisen wieder seidig, Farbeveränderungen im weißen Kunststoff beseitig Wasserstoffperoxid, Porenschmutz verschwindet nach einem Vanish-Bad und fehlende Ohren werden mit Modelliermasse wie neu... da kann ich Stunden mit verbringen *lach*
Ponies aus Mexiko vorher...
Nicht neuwertig aber okay
und nach dem Restaurieren



Pony von innen: Rost und igitt
"Schweifrost", der Metallring, der den Schweif hält, rostet nach 30 Jahren halt


Und nach der Grundreinigung
Außerdem liebe ich das "Customizen", also das Umbasteln von Ponies. Andere Farbe, neue Haare, neue Posen, neue Cutie Marks (das sind die Zeichen auf'm Hintern) verpassen und freuen, wenn's gut aussieht :-)
Hier meine Gothic-Ponies, alles selbstgemacht... Haare, Körperfarbe, die Augen, und die Cutie Marks (z.T. mit Glitzer). Was meint ihr dazu?






Hier noch mal mein persönliches Highlight, mein Zombie-Pony. Die Wunden sind aus 2-Komponenten-Modelliermasse geformt und mit Farbe zum "Leben" erweckt worden:



Zukünftig werde ich mal das eine oder andere Restaurationsobjekt bzw. gut gelungenes Custom unter dem Label "Ponyville" vorstellen. Wer selber Kiddies mit ramponiertem Spielzeug a la Ponies oder Barbie hat, kann dann vielleicht den einen oder anderen Tipp übers Aufhübschen finden. Auch verfilzte Barbie-Haare lassen sich in den meisten Fällen retten. Da freut sich der Nachwuchs oder der extra-Groschen beim Flohmarktverkauf :)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Du hast Deine Ponys wirklich gut in Schuss. Die meisten konnte ich schon beim "Nageln" bewundern :o)
Sehen für mich alle aus wie neu !!!
Liebe Grüße,
MA